Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern

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Die Bezeichnung Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist nicht sehr verbreitet und trotzdem handelt es sich hierbei um eine Krankheit, die weltweit vorkommt, vor allem aber bei Kindern. Die zumeist harmlos verlaufende Krankheit hat ganz typische Merkmale, an denen man sie bei ausgeprägten Symptomen sofort erkennt. In Deutschland gibt es keine Meldepflicht für die Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Aus diesem Grund sind Zahlen zu den Krankheitsfällen nicht vorhanden.

Was ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung – Foto: TeamWork © lisalucia

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine Viruserkrankung, die weit verbreitet ist. Sie kommt vor allem bei kleinen Kindern vor, die unter zehn Jahre alt sind und bei anderen Personengruppen mit geschwächtem Immunsystem. Die Krankheit hat ihren Namen von ihrem Erscheinungsbild. Sie wird bei betroffenen Menschen im und um den Mund, an den Händen und an den Füßen deutlich. An diesen Stellen bilden sich rote Punkte und mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Diese treten häufig um den Mund, an den Fußsohlen und an den Handflächen auf. Im Mund kommt es zu schmerzhaften Aphthen. Manchmal entwickeln sich Bläschen und Flecken auch am Po und im Genitalbereich. Diese findet man an der Zunge, dem Gaumen und dem Zahnfleisch. Ausgelöst wird die Hand-Mund-Fuß-Krankheit von Enteroviren, die für gewöhnlich im Magen-Darm-Trakt anzutreffen sind. Obwohl Kinder sich das ganze Jahr über mit einem Enterovirus anstecken können, treten Krankheitsfälle vermehrt im Spätsommer und Herbst auf.

Was sind Enteroviren?

Enteroviren sind auf der ganzen Welt verbreitet, kommen aber ausschließlich beim Menschen vor. Sie sind im Darm vorhanden und werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Enteroviren gehören zu den Picornaviren. Sie sind mit 20 bis 30 Millimetern ausgesprochen klein. sind in acht Gruppen und 68 verschiedene Typen zu unterscheiden. In Bezug auf die Hand-Mund-Fuß-Krankheit sind aber vor allem die Coxsackieviren Gruppen A und B, der ECHO-Virus, der Enterovirurs 71 und der Poliovirus interessant.

An welchen Symptomen erkennt man die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die Inkubationszeit bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit beträgt im Durchschnitt zwischen sieben und 14 Tage. Bevor die Krankheit wirklich sichtbar wird, können Symptome auftreten, die für Unwohlsein sorgen. Folgende kommen typischerweise beim Ausbruch der Hand-Mund-Fuß-Krankheit vor:

  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Bindehautentzündung
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Übelkeit

Ein bis zwei Tage, nachdem das Fieber bei Betroffenen ausgebrochen ist, kommen Hautveränderungen am und im Mund, an den Händen und an den Füßen hinzu. Dabei handelt es sich um rote Flecken, gefüllte Bläschen, schmerzhafte Geschwüre und Knötchen.

Dauer der Krankheit

Die Krankheit dauert nicht besonders lange, nur etwa sieben bis zehn Tage. Solange auch nur ein Symptom erkennbar ist, sollte das Kind nicht in die Schule oder in den Kindergarten, da die Hand-Mund-Fuß-Krankheit mindestens solange ansteckend ist.

Die Ansteckungsgefahr

Die Ansteckungsgefahr der Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist sehr hoch. Erwachsene brauchen, sofern sie über ein gutes Immunsystem verfügen, weniger Sorgen zu machen, dass sie angesteckt werden. Menschen mit schwachem Immunsystem fallen den Viren häufiger zum Opfer. Das ist auch der Grund, weshalb die Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern so häufig vorkommt. Die Viren sind über den Stuhl übertragbar. An gemeinsam genutzten Gegenständen, auch Türklinken, Spielzeugen usw. können die Viren hängen bleiben und Andere, die damit in Berührung kommen, befallen. Ausgesprochen ansteckend ist die Flüssigkeit in den von der Hand-Mund-Fuß-Krankheit verursachten Bläschen. Es kommt oft vor, dass Kinder an roten Flecken und Bläschen kratzen, mit der Flüssigkeit in Kontakt kommen und sich auch an anderen Körperstellen Hautveränderungen zuziehen. Deswegen ist es als Elternteil wichtig, Kinder auf das regelmäßige und korrekte Händewaschen aufmerksam zu machen. Eine Tröpfcheninfektion ist aber auch möglich, d. h. über Husten und Niesen ist eine Ansteckung ebenfalls möglich. Ansteckungen können leider nicht vollständig vermieden werden, da Menschen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit auch ansteckend ist bevor Symptome auftreten. Außerdem gibt es bis heute keine Impfung gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit.

Verlauf der Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist in der Regel harmlos. Häufig ist es sogar so, dass kaum Symptome auftreten. Ausnahmen treten fast nur bei sehr kleinen Kindern auf. In schlimmen Fällen kommt es zu ernsten Komplikationen, bei denen die Viren auch die Organe befallen uns ich die Krankheit dort ausbreitet. Daraus kann eine Herzmuskelentzündung resultieren, die sich anhand von Herzschmerzen oder Herzrhythmusstörungen zeigt. Eine andere schwere Entwicklung kann eine Lungenentzündung sein, die mit Schüttelfrost, starkem Husten und hohem Fieber einhergeht. Es kann des Weiteren zu einer Hirnhautentzündung kommen mit Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit und Kopfschmerzen. Eine weitere Folge von Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei sehr kleinen Kindern kann der Verlust von Finger- und Fußnägeln sein.

Wie verläuft die Krankheit bei Erwachsenen?

Eins vorweg: Eine Hand-Mund-Fuß-Krankheit in der Kindheit bedeutet nicht, dass man immun gegen sie geworden ist. Es entwickelt sich nur eine Immunität gegen den jeweiligen Virus, der zur Ansteckung geführt hat. Erwachsene können sich theoretisch oft an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit anstecken, da mehrere Viren für diese Krankheit verantwortlich sind. Es macht aber trotzdem einen Unterschied, ob man sich als Kind oder als Erwachsener infiziert. Kinder haben viel mehr unter den Symptomen zu leiden, da ihr Immunsystem noch nicht so stark ist. Bei Erwachsenen sind häufig überhaupt keine Symptome erkennbar oder sie kommen in viel abgeschwächter Form vor.

Richtige Hygiene senkt das Risiko einer Infektion

Um das Risiko, dass das eigene Kind oder man selbst sich ansteckt, zu senken, ist besonders auf die Hygiene zu achten. Mehrmaliges und gründliches Händewaschen, besonders nach dem Gang zur Toilette, kann da sehr gut helfen. Die genannten Symptome zur Hand-Mund-Fuß-Krankheit können getrennt auch bei anderen Krankheiten auftreten. Wenn sich sehr kleine Kinde an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit angesteckt haben oder nicht klar ist, um was es sich genau für eine Krankheit handelt, ist am besten der Kinderarzt zu konsultieren.