Flohbisse bei Kindern

Besonders Kinder leiden unter Flohbissen und deren Folgen

Wie sehen die Flöhe aus?

Flöhe sind Parasiten
Flöhe sind Parasiten. In der Regel für den Menschen ungefährlich, jedoch ist der Juckreiz durch Flohbisse meistens recht unangenehm. Foto: Punkbarby/ Bigstock

Flöhe sind kleine Parasiten. Sie sind gerade mal zwischen 1 und 5 Millimeter groß und ernähren sich von Blut. Mit ihrer enormen Sprungkraft können die Insekten um die 60 Zentimeter überwinden und sich so von Wirt zu Wirt bewegen. Wer einen Floh sehen will, muss also genau hinsehen. Die kleinen hüpfenden rötlich-braunen bis tiefschwarzen Punkte lassen sich nur mit guten Augen oder mit einer Lupe entdecken. Es gibt verschiedene Floharten. Sie werden Katzen-, Hunde- oder Menschenfloh genannt. Aber meist sind Tierflöhe nicht besonders wählerisch, was ihren Wirt betrifft. So kann der Katzen- oder Hundefloh bei engem Zusammenleben auch den Menschen befallen. Der Floh mag es gerne warm und nistet sich am liebsten zwischen Fell oder Haaren ein. Erwachsene Flöhe können aber auch durchaus einige Monate fasten und ohne Nahrung überleben. Ihre Lebenszeit umfasst bis zu 1½ Jahre.

Ursachen für den Flohbefall

Der Menschenfloh kommt aufgrund guter Hygienestandards hierzulande eher selten vor. Die Flohbisse bei Kindern stammen meist von anderen Floharten. Haustierbesitzer haben es doch eher mit Katzen- oder Hundeflöhen zu tun. Aber auch im Streichelzoo ist eine Übertragung möglich. Schnell nisten sich die Parasiten dann zu Hause ein und vermehren sich zunächst unbemerkt.

Symptome von Flohbissen

Ein Floh muss also nicht unbedingt gleich zu entdecken sein. Die Parasiten verlassen nach der Mahlzeit ihren Wirt und ziehen sich an einen ruhigen Ort zurück. Eine Übertragung direkt von Mensch zu Mensch findet selten statt. Wahrscheinlicher ist es, dass der Floh vom Teppich, den Polstermöbeln oder dem Haustier aus auf seinen neuen Wirt springt. Sie lassen sich auf nackten Beinen oder Armen nieder und gehen auch gerne unter die Kleidung.

Meist fällt irgendwann auf, dass die Kinder sich häufig kratzen. Ermahnungen helfen nicht. Bei näherem Hinsehen sind dann hellrote und etwas erhabene Flecken zu erkennen, die nicht größer als 1 Zentimeter sind. Es kann sein, dass die Flecken zunächst für Mückenstiche gehalten werden. Aber Flohbisse sind doch anders. Diese Quaddeln können in Gruppen auftreten. Meist sind 3 bis 5 Flecken in Abständen von einem bis zwei Zentimetern in einer Reihe, die Flohleiter genannt wird, zu entdecken. Das Kind verspürt einen Juckreiz, der sehr unangenehm ist. Es besteht Handlungsbedarf!

Bitte nicht aufkratzen!

Flohbisse beim Menschen sind sehr lästig. Immer wieder kommt es zu neuen Attacken. Ein Aufkratzen der Bissstellen sollte jedoch vermieden werden, denn das kann offenen Stellen und Entzündungen, auch durch möglicherweise übertragene Bakterien, verursachen. Meist bringt das Kratzen auch nur kurzzeitig Linderung und flammt bald erneut und noch stärker wieder auf. In der Apotheke gibt es Mittel, die den Juckreiz mildern, sodass die Bissstellen abheilen können. Bei Unsicherheit sollte unbedingt ein Arzt mit dem Kind aufgesucht werden, damit eine Behandlung eingeleitet werden kann. Zudem muss durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden, dass es zu einem weiteren Flohbefall kommt.

Flöhe wirksam bekämpfen

Wenn ein Kind Flohbisse hat, ist natürlich davon auszugehen, dass die Plagegeister sich in der Wohnung eingenistet haben. Ein Abwarten ist nicht zu empfehlen, da die Flöhe sich weiter vermehren. Die Kinder nach Flöhen abzusuchen, ist wenig erfolgversprechend. Besser ist es, den Kindern ein Vollbad einzulassen und auch die Haare gründlich zu waschen und auszukämmen. Die Parasiten können im Wasser nicht überleben. Sie ertrinken. Sind Haustiere in der Wohnung, müssen diese auf Flöhe untersucht und bei Befall behandelt werden.

Kontrolliert werden müssen zudem:

  • Kleidung
  • Bettwäsche
  • Plüschtiere
  • Polstermöbel
  • Kissen
  • Teppiche
  • Vorhänge

Eine Grundreinigung ist nötig

Juckreiz durch Flohbisse
Juckreiz durch Flohbisse – Was Sie tun können? Foto: Yastremska/ Bigstock

Flöhe, Eier und Larven können also in der ganzen Wohnung sein. Die Insekten können sich fast überall verstecken, wo es halbwegs warm und gemütlich ist. Alles, was gewaschen werden kann, also Kleidung, Bettwäsche und Plüschtiere, muss in die Waschmaschine. Die Wassertemperatur sollte mindestens 60 °C betragen. Was diese Temperatur nicht aushält, kann über einer mit Wasser gefüllten Badewanne ausgeschüttelt werden. Ein anschließendes Waschen von Kleidungsstücken bei niedrigeren Temperaturen ist dennoch unverzichtbar. Polstermöbel, Matratzen und Teppichbelag können mit einem Dampfreiniger gereinigt werden. Auch ein Staubsauger leistet gute Dienste. Der Staubsaugerbeutel muss nach der Reinigung ausgetauscht werden.

Vorsichtshalber sind auch alle Möbeloberflächen und Fußböden feucht zu reinigen. Eventuell muss diese aufwendige Prozedur mehrmals wiederholt werden, damit wirklich keine neue Generation an Flöhen nachkommt. Ist das nicht erfolgreich, muss ein Kammerjäger um Rat gefragt werden. Er hat andere Möglichkeiten und ist darin ausgebildet, die Wohnung von Flöhen zu befreien.

Einem neuen Befall vorbeugen

Ist die Wohnung endlich wieder flohfrei, muss darauf geachtet werden, dass es nicht zu einem neuen Flohbefall kommt. Haustiere sollten regelmäßig kontrolliert bzw. vorbeugend behandelt werden. Die Schlafplätze und Aufenthaltsorte der Tiere müssen penibel sauber gehalten werden. Das Fell ist täglich zu bürsten und auf Flohbefall zu kontrollieren, denn ein erneuter Befall ist durch den Kontakt mit anderen Tieren jederzeit möglich. Das kann beim Hund direkt beim Gassigehen passieren und bei Katzen, die Freigänger sind und nach draußen dürfen.

Die Böden sind regelmäßig abzusaugen oder bei Verträglichkeit mit Seifenlauge feucht zu wischen. Ecken und Ritzen sollten dabei nicht vergessen werden. Bettzeug sollte stets gut gelüftet und regelmäßig gewaschen werden.