Ratgeber Ringelröteln

Ratgeber Ringelröteln

Die Kinderkrankheit Ringelröteln wird durch Viren verursacht. Ringelröteln gehören wie beispielsweise auch Röteln, Masern, Windpocken und Scharlach zu den Erkrankungen, die sich in der Regel durch Ausschlag bemerkbar machen können. Ringelröteln haben jedoch mit Röteln nur den Namen gemeinsam. Für beide Krankheiten sind unterschiedliche Erreger verantwortlich. Bei Ringelröteln ist dies der Parvovirus B19, der nur bei Menschen auftritt.

Ringelröteln verlaufen oft ganz unbemerkt, mit Symptomen, die einer leichten Erkältung ähneln. Trifft es allerdings eine Schwangere, kann es zu Schäden beim Ungeborenen kommen. Die Kinderkrankheit tritt in Schulen und Kindergärten vermehrt im Zeitraum vom Spätwinter bis Frühsommer auf. Ansteckungsgefahr besteht lediglich nur für Personen, die mit Ringelröteln noch nicht infiziert waren. Ist die Kinderkrankheit jedoch überstanden, besteht lebenslanger Schutz vor den Viren.

Mögliche Übertragung von Ringelröteln

Ringelröteln
Die Ringelröteln sind eine ansteckende Krankheit, die durch das Parvovirus B19 hervorgerufen wird. Foto: Little_Desire / Bigstock

Ringelröteln werden einerseits direkt zwischen Menschen übertragen wie beispielsweise durch Sprechen, Niesen oder Husten. Die Viren können selbst durch feinste Tröpfchen per Luft an andere Personen weiter gegeben werden. Ebenso kann die Ansteckung über Hände erfolgen, wenn sich zum Beispiel Erkrankte in die diese niesen und anschließend Gesunden ihre Hand reichen. Von Letzterer werden die Erreger danach unbewusst auf die Schleimhäute in Mund und Nase verteilt und verursachen so eine Ansteckung.

Schwangere können ihr Ungeborenes anstecken, egal ob sich bei der Mutter Symptome zeigen oder die Virusinfektion unbemerkt verläuft. Ungeborene sind daher sehr gefährdet.

Andererseits werden die Erreger der Ringelröteln über Gegenstände wie beispielsweise Spielzeug oder Türklinken übertragen, da sie grundsätzlich sehr widerstandsfähig sind. Eine weitere Möglichkeit der Ansteckung ist die Infektion über durch Viren konterminierte Blutkonserven. Diese Ausnahmefälle sind jedoch selten.

Symptome der Infektion mit Parvovirus B19 (Ringelröteln)

Oft zeigen Ringelröteln wenige oder sogar keine Krankheitssymptome. Verläuft die Erkrankung mild, kann es zu allgemeinem Unwohlsein, leichtem Fieber oder Anschwellen der Lymphknoten kommen. Nur bei etwa jedem fünften/sechsten Erkrankten entwickeln sich die typischen Rötungen beziehungsweise ein Hautausschlag. Die Rötung entsteht ungefähr zwei Wochen nach Ansteckung mit dem Parvovirus B19, vorerst gleichmäßig im Bereich beider Wangen. Etwas später zeigen sich Ringel- oder Girlandenförmige größere rote Flecken an Oberarmen, Schultern, Gesäß und Oberschenkeln, die normalerweise weder schmerzen, noch jucken. Die Rötungen können ihre Form im Verlauf der Erkrankung verändern und verblassen nach etwa sieben bis zehn Tagen.

Komplikationen treten selten auf. Ringelröteln heilen meistens von allein komplett aus. In wenigen Fällen kann es speziell bei Mädchen und jungen Frauen zu Gelenk-Entzündungen oder Gelenk-Beschwerden kommen. Bei Personen mit Abwehrschwäche oder gewissen Bluterkrankungen wie beispielsweise Sichelzellanämie oder Thalassämie kann gelegentlich durch Ringelröteln bedrohliche Blutarmut auftreten.

Wann besteht Ansteckungsgefahr durch Ringelröteln?

Ringelröteln betreffen besonders Kinder zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Jugendliche wie auch Erwachsene können ebenfalls von der Virusinfektion betroffen sein. Bei Erwachsenen verläuft die sonst eher milde Erkrankung oft schwerer. Die Zeitspanne von Ansteckung bis zum Auftreten erster Symptome beträgt circa sieben bis einundzwanzig Tage (zwei Wochen). Andere Personen können sich im Besonderen kurz vor Ausbrechen des Hautausschlags anstecken, wenn Erkrankte die Infektion noch nicht bemerkt haben. Zeigen sich Rötungen, ist die Gefahr einer Ansteckung normalerweise bereits vorbei. Auch wenn keinerlei Symptome auftreten, sind Betroffene für ein paar Tage ansteckend.

Am meisten sind Schwangere gefährdet, die bisher nicht an Ringelröteln erkrankt waren und somit keine spezifischen Abwehrkräfte gegenüber der Virusinfektion zur Verfügung haben. Die Viren können speziell während des ersten Drittels der Schwangerschaft an das Ungeborene übertragen werden. Hierbei kann es zu einer lebensgefährlichen Schädigung der Blutbildung des Ungeborenen kommen. Als Folge daraus können Fehl- oder sogar Totgeburten auftreten.

Was ist bei einer Erkrankung mit Ringelröteln zu beachten?

  • Da die Ringelröteln Infektion im Besonderen bei Kindern meistens harmlos verläuft, ist eine spezielle Behandlung der Symptome nicht erforderlich. Betroffene sollten bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Fieber Bettruhe einhalten. Sind Eltern unsicher, sollte ein Kinderarzt/Hausarzt aufgesucht werden.
  • Erkrankte Kinder oder Erwachsene sollten beim Niesen und Husten unbedingt Einmal-Taschentücher benutzen und nach Gebrauch sofort entsorgen. Anschließend sorgfältig die Hände mit Seife waschen.
  • Kommen Schwangere mit an Ringelröteln Erkrankten in direkten Kontakt, ist es wichtig, umgehend ihren behandelnden Arzt/ihre Ärztin aufzusuchen.
  • Mitarbeiter/-innen von Kindergärten, Schulen oder anderen Einrichtungen müssen bereits vor Aufnahme ihrer Tätigkeit über mögliche Gefahren durch Ringelröteln aufgeklärt sein.
  • Manche Bundesländer empfehlen sogar ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot für schwangere Frauen, die keinerlei Schutz vor einer Infektion durch Ringelröteln aufweisen, in Einrichtungen mit Vorschulkindern.

Welchen Schutz gibt es vor Ringelröteln?

Die Gefahr eine Infektion mit Ringelröteln zu vermeiden, ist äußerst schwer. Die Infektionsgefahr ist am größten, wenn sich noch keine Symptome zeigen. Zudem gibt es im Vergleich zu Röteln keine Möglichkeit der Impfung. Da Ringelröteln mittels Tröpfcheninfektion beispielsweise über Hände und Luft übertragen werden, können simple Hygiene Maßnahmen im direkten Umfeld Betroffener das Risiko einer Ansteckung senken.

Des Weiteren sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:

  • den Kontakt zu Personen reduzieren, die sich eventuell angesteckt haben
  • sorgfältiges und häufiges Händewaschen mit reichlich Seife und Wasser
  • ungewaschene Hände wenn möglich nicht an Mund, Augen und Nase führen
  • Schwangere, die keine Abwehrstoffe gegen Ringelröteln entwickeln konnten, sollten Kindergärten/Schulen mit Ringelröteln Infektion nicht betreten
  • ist eine Schwangerschaft geplant, ist ein Test auf Immunschutz gegenüber Ringelröteln empfehlenswert, speziell, wenn ständiger Kontakt zu Kindergarten-/Schulkindern besteht.

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